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Ausbildungskosten für Mediziner

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Aufgabe

Die explodierenden Gesundheitskosten sind zur Zeit ein Dauerthema im Politalltag. Auch die Ärztehonorare geraten immer wieder unter Beschuss. Die Präsidentin der neu gegründeten Partei “Sparen jetzt!” macht folgenden Vorschlag:

In der Regel erzielen Mediziner erst im Alter von 35 Jahren ein regelmässiges, gesichertes Einkommen. Die gesamten staatlichen Ausbildungskosten pro Mediziner belaufen sich bis zu diesem Zeitpunkt auf rund 1 Mio Euro. Mediziner sollen verpflichtet werden, diese Kosten dem Staat zurückzuerstatten. “Sparen jetzt!” schlägt zwei Varianten vor:

Variante 1
Ab dem Alter 35 bis zur Erwerbsaufgabe sind Mediziner verpflichtet, dem Staat jährlich 50’000 Euro zurückzubezahlen.
Variante 2
Im Alter von 45, 55 und 65 Jahren sind die Mediziner verpflichtet, dem Staat je 400’000 Euro zurückzubezahlen.

Welche der beiden Varianten wäre für den Staat (theoretisch) günstiger? Werden bei einer der beiden Varianten die Ausbildungskosten dem Staat zurückerstattet? (Berechnung unter folgenden Annahmen: konstanter Zinssatz von 4%, alle Mediziner arbeiten genau bis zum Alter 65)

Lösung

Variante 1:
Die 30 Jahresraten zu 50’000 Euro summieren sich zum Endwert der 30-jährigen Rente von rund 2’800’000 Euro.

Variante 2:
Die Berechnung des Wertes der einzelnen Einzahlungen bis zum Alter 65 mittels der Zinseszinsformel liefert rund 1’870’000 Euro.

Variante 2 wäre also für den Staat besser, bei beiden Varianten werden aber die Ausbildungskosten nicht vollumfänglich zurückerstattet.